Die neue Tiefdruckmaschine MASTER 6003 von BOBST kombiniert optimierte Farbversorgung mit weiterentwickelter Automatisierung
Mex, Schweiz, 16. Oktober 2026
BOBST hat seine bewährte MASTER 6003-Tiefdruckplattform weiterentwickelt. Die neue Druckmaschine verfügt über ein verbessertes Farbsystem, das die im Farbkreislauf erforderliche Farbmenge um 60 % verringert – und damit einhergehend den Lösemittelverbrauch um bis zu 40 %. Darüber hinaus ist die Druckmaschine mit Automatisierungsfunktionen ausgestattet, die ihre Produktivität und Effizienz erhöhen sowie ihre Nachhaltigkeit verbessern.
Im Tiefdruck produzierte Verpackungsdrucker stehen vor der Herausforderung, ihren Materialverbrauch zu verringern und ungeachtet schrumpfender Auflagen rentabel zu arbeiten. Vor diesem Hintergrund werden eine effiziente Farbversorgung und kurze Rüstzeiten zunehmend zu wichtigen Leistungsmerkmalen. Die neue MASTER 6003-Druckmaschine wird diesen Herausforderungen sowohl mit ihrem weiterentwickelten Farbsystem als auch mit ihren Automatisierungsfunktionen gerecht. Das neue Farbsystem minimiert die im Farbkreislauf benötigte Farbmenge. Die Automatisierungsfunktionen verringern den manuellen Bedienaufwand und vereinfachen die Arbeit der Maschinenführer.
Das LeanPrint®-Farbsystem wurde mit dem Ziel entwickelt, die während der Produktion im Kreislauf umlaufende Farbmenge zu verringern. Dank des optimierten Weges vom Farbtank zur Farbwanne und der Rohrleitungsführung reduziert das neue System die zirkulierende Farbmenge im Vergleich zur bisherigen Konfiguration um 60 %. Im Ergebnis gelangt weniger Druckfarbe in die Umgebungsluft, was zu einer Senkung des Lösemittelverbrauchs um bis zu 40 % beiträgt. Das bedeutet einen geringeren Verbrauch, weniger Abfall sowie eine sauberere und sicherere Produktionsumgebung.
Der neue Schwenkmechanismus ermöglicht die schnelle und gleichmäßig genaue Positionierung des Schwenkarms relativ zum Druckzylinder. Das wiederum erlaubt auch bei hohen Geschwindigkeiten eine gleichmäßige, kontrollierte Farbübertragung, ohne dass manuelle Nachjustierungen erforderlich sind.
Gleichzeitig bieten die integrierten Messfunktionen der neuen Druckmaschine mehr Transparenz hinsichtlich ihres Farb- und Energieverbrauchs. So liefert sie mit Hilfe von Druckmessgeräten in Echtzeit Informationen zum Farbverbrauch pro Druckauftrag, zur im Farbkreislauf zirkulierenden Farbmenge, zur Restmenge, die für die einzelnen Aufträge jeweils noch zur Verfügung steht, und Schätzungen, wieviel Farbe für die Fertigstellung der Druckaufträge benötigt wird.
Diese Funktion zielt darauf ab, den Maschinenbedienern mehr Sicherheit in der Steuerung der Farbversorgung während der Produktion an die Hand zu geben. Die Informationen werden auf der Mensch-Maschine-Schnittstelle auf einer speziellen Seite angezeigt.
Die Funktion zur Erfassung des Energieverbrauchs wiederum gibt in Echtzeit einen Überblick über den Strom- und Druckluftverbrauch. Zudem ermöglicht sie, eventuelle Ineffizienzen frühzeitig zu erkennen.
Darüber hinaus unterstützen die integrierte Messung des Farbverbrauchs und die Überwachung des Energieverbrauchs die Rückverfolgbarkeit und Dokumentation des Ressourcen-Einsatzes im Produktionsprozess. Im Ergebnis können Verpackungsdrucker mit der neuen Druckmaschine auch den zunehmend strengeren gesetzlichen Vorschriften und Berichtspflichten gegenüber Kunden entsprechen.
Das automatisierte Vorwaschsystem für die Druckzylinder an jedem Druckwerk erspart manuelle Reinigungsarbeiten. Selbst in den kleinsten Gravurzellen entfernt es zuverlässig eingetrocknete Farbreste und garantiert damit eine saubere und gleichmäßige Farbübertragung. Die Waschzyklen werden an allen Druckwerken aktiviert, die eine Reinigung benötigen, und binnen einer Minute abgeschlossen. Die Rüstzeiten sind verkürzt, was die Auftragswechsel beschleunigt. Weniger manuelle Eingriffe bedeuten eine Entlastung des Bedienpersonals. Ihr Arbeitsumfeld gewinnt an Attraktivität.
Der neu gestaltete Hilfs-Trolley vereinfacht zudem bei Auftragswechseln die Handhabung der Farbbehälter. Seine kompakte, barrierefreie Konfiguration erlaubt es, die Behälter von beiden Seiten zu entnehmen. Er verfügt über ein Referenzsystem, das eine genaue, auftragsgerechte Positionierung der Druckzylinder ermöglicht, was zusätzliche manuelle Eingriffe beim Einrichten der Zylinder erspart. Eine Stützposition auf Bodenhöhe erleichtert zudem das Beladen, während die Positionierung auf Bodenhöhe die körperliche Belastung beim Bewegen der Farbbehälter verringert.
In Kombination verbessern diese Entwicklungen auf verschiedene Weise die Wirtschaftlichkeit des Tiefdrucks. Die Verringerung der Farbmenge im Farbkreislauf und des Lösemittelverbrauchs – und damit des Materialeinsatzes – kommen den Betriebskosten zugute. Gleichzeitig geben die Echtzeitmessungen Verpackungsdruckern einen besseren Überblick über ihren Ressourcenverbrauch und erlauben ihnen eine verbesserte Rückverfolgbarkeit der von ihnen hergestellten Produkte. Schließlich können die automatisierte Reinigung und Farbhandhabung die Verfügbarkeit der Druckmaschine erhöhen und damit zusätzliche Produktionskapazität freisetzen. Auch das bringt erheblichen Mehrwert mit sich.
„Verpackungshersteller suchen nach Möglichkeiten, ihre Effizienz zu verbessern und ihre Kosten zu kontrollieren, ohne ihre Arbeitsprozesse komplexer zu machen“, erklärt Davide Rossello, Process R&D Manager Gravure bei BOBST. „Mit der neuen MASTER 6003 haben wir eine praxisbewährte Tiefdrucktechnologie weiterentwickelt – mit Lösungen, die den Verbrauch verringern, Routineprozesse automatisieren und die Produktion übersichtlicher machen. Die Druckmaschine wird vor allem einem Ziel gerecht: Sie verbessert die Wirtschaftlichkeit des Tiefdruckprozesses, ohne dass Kunden ihre Arbeitsweise verändern müssen.”

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Über BOBST
Wir sind einer der weltweit führenden Lieferanten von Anlagen und Services für die Substratverarbeitung, den Druck und die Weiterverarbeitung in den Bereichen Etiketten, flexible Materialien, Faltschachteln und Wellpappe. Unsere Gruppe hat eine Vision formuliert, wie wir die Zukunft der Verpackungswelt auf Basis der vier Säulen Vernetzung, Digitalisierung, Automatisierung und Nachhaltigkeit gestalten wollen.
Das 1890 von Joseph Bobst in Lausanne, Schweiz, gegründete Unternehmen BOBST ist in mehr als 50 Ländern vertreten, besitzt 21 Produktionsstätten in 12 Ländern und beschäftigt mehr als 6 300 Mitarbeiter auf der ganzen Welt. Das Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr, das am 31. Dezember 2025 endete, einen Umsatz von CHF 1.622 Milliarden.
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