BOBST Connect: Weiterentwicklung, Leistungsfähigkeit und Potenziale für die Zukunft
Mex, Schweiz, 8. Oktober 2026
Ein Blick auf die bisherige Entwicklung der BOBST Connect-Plattform – und wie sie die Verpackungsindustrie aktuell und künftig verändert
Seit BOBST in 2022 seine BOBST Connect-Plattform auf den Markt gebracht hat, ist sie zu einer tragenden Säule der Vision des Unternehmens einer vernetzten und datengetriebenen Verpackungsindustrie geworden. Gestartet als digitale Plattform, die den Zugriff auf Maschinen- und Leistungsdaten aus der Ferne ermöglicht, erlaubt BOBST Connect heute eine umfassende werksübergreifende Digitalisierung und Integration von Maschinen, Arbeitsprozessen, Qualitätssicherungssystemen und Software-Lösungen.
Was konkret hat BOBST Connect in der Praxis verändert? Wie profitieren Kunden von dieser Plattform? Welche Herausforderungen waren anfangs zu meistern? Und was ist der nächste Schritt?
Grundlegende Veränderungen
Die Einführung von BOBST Connect markierte für die Kunden des Unternehmens einen Wendepunkt – konnten sie über diese Cloud doch erstmals auf ihre Maschinendaten zugreifen. Und das mit beliebigen Geräten und von überall. Damit veränderte sich von Grund auf die Art und Weise, wie Verpackungshersteller mit ihren Produktionssystemen interagieren können.
Seinerzeit erfassten viele Werke ihre Produktionsdaten noch manuell. Die Vernetzung von Maschinen erforderte in aller Regel komplexe, individuell programmierte Schnittstellen. Es gab keinen generellen Standard, der ihre einfache Integration erlaubte.
BOBST Connect hat diese Komplexität weitgehend eliminiert und ermöglicht es, Maschinen auf einfachere Weise mit digitalen Systemen zu verbinden.
Das hat bislang nicht gekannte Transparenz mit sich gebracht. Produktionsleiter verfügen heute über Live-Ansichten, die es ihnen ermöglichen, ihre Prozesse zu überwachen, Ausfallzeiten zu analysieren und Leistungsdaten wiederkehrender Aufträge zu vergleichen. Zudem können sie aus der Ferne auf wichtige Informationen zum Status der Maschinen zugreifen. Einfache und bedienfreundliche Dashboards machen Probleme in Echtzeit sichtbar, was wiederum schnellere und faktenbasierte Entscheidungen ermöglicht.
Von Vernetzbarkeit hin zu messbar höherer Leistungsfähigkeit
Bereits die ersten Nutzer profitierten schnell von deutlich gesteigerter Leistungsfähigkeit.
So hat Stora Enso Packaging seine betrieblichen Prozesse in zwei seiner Werke in Schweden mit der Implementierung von BOBST Connect spürbar optimiert. Das Unternehmen verzeichnete dank dieser Integration in seiner Produktion eine um 4,4 % höhere Kapazität und eine um 3,3 % höhere Effizienz. Die Verfügbarkeit seiner Maschinen stieg auf 98,5 % – bei gleichzeitig kürzeren Stillstandszeiten und weniger Abfall.
„Wir wollten erweiterte Einblicke in unseren Maschinenbetrieb gewinnen, um unsere Leistungsfähigkeit zu maximieren. Darüber hinaus gelang es uns, die Stillstandszeiten unserer Maschinen zu verkürzen und unseren Abfall zu reduzieren”, erklärt Fredrik Wiell, Instandhaltungsleiter bei Stora Enso Packaging. „Digitalisierung und Vernetzung haben für uns einen hohen Stellenwert. Außerdem haben wir in verschiedene, auf unsere Anforderungen zugeschnittene Schulungspakete und in ein umfassendes Maintenance Plus-Serviceprogramm investiert. Das alles stellt sicher, dass wir mit unseren Maschinen bestmöglich arbeiten.“
Auch DS Smith – ein Unternehmen von International Paper und seit langem ein Partner von BOBST – hat BOBST Connect in der EMEA-Region in allen seinen Werken mit dem Ziel implementiert, seine Maschinendaten und digitalen Services auf einer zentralen Plattform zusammenzuführen. Hier ermöglicht das System eine verbesserte Planung, bessere faktenbasierte Entscheidungen und kontinuierliche Optimierungen.
„Wir nutzen die BOBST Connect-Plattform seit ihrer Markteinführung“, stellt François Duboin fest, Technical Excellence Director bei DS Smith Packaging EMEA. „Vor dem Hintergrund der bereits erzielten Leistungssteigerungen freuen wir uns auf die weiteren Verbesserungen unserer Effizienz und Produktivität, die wir dank des Zugriffs auf die Fülle an Daten auf dieser Plattform erreichen werden können.“
Zwei Beispiele, die den Nutzen von BOBST Connect für Kunden deutlich machen: höhere Leistungsfähigkeit und Produktivität bei gleichzeitig kürzeren Stillstandszeiten und weniger Abfall.
Nutzen kontinuierlicher Innovation
Im Zuge ihrer kontinuierlichen Weiterentwicklung wurde die BOBST Connect-Plattform um neue Funktionsbereiche erweitert – Innovationen, von denen die Nutzer in aller Welt profitieren. Beispiele sind die permanent verbesserten Datenansichten zu den Stillstandszeiten, effizientere Leistungsvergleiche bei Wiederholaufträgen und KI-Systeme für die Erkennung von Textfeldern in PDF-Designs für eine automatische Qualitätskontrolle.
Transparenz in Sachen Energieverbrauch hat heute hohe Bedeutung gewonnen – vor allem deshalb, weil die Nachhaltigkeitsberichterstattung und verbesserte CO2-Bilanzen dringlicher geworden sind.
Vor diesem Hintergrund wurde das BOBST Connect Energy Monitoring eingeführt. Mit ihm können Kunden ihren Energieverbrauch messen und ausgewählte Energiedaten visualisieren – pro Maschine, Tag und Auftrag. Das erlaubt umfassende Transparenz hinsichtlich der Nachhaltigkeit der Produktion. So kann zum Beispiel DS Smith seine Energieeinsparungen überwachen, was wiederum mit den übergeordneten Zielen einer Kreislaufwirtschaft im Einklang steht.
Auch die Werkzeugverwaltung hat sich als ein Schwerpunkt herauskristallisiert. Mit TooLink können Verpackungshersteller die Leistungsdaten ihrer Werkzeuge überwachen. Auf diese Weise erkennen sie frühzeitig deren Verschleiß, vermeiden eine eventuelle Verschlechterung der von ihnen produzierten Qualität und reduzieren ungeplante Stillstandszeiten. Dieser Wandel von reaktiver hin zu vorausschauender Instandhaltung spiegelt den Trend hin zu generell intelligenteren Werken wider.
Mit dem Job & Recipe Management lassen sich Produkt- und Auftragsdaten aus ERP-Systemen automatisch in Job-Rezepturen übernehmen und an die angebundenen Maschinen übergeben. Diese melden ihre Produktionsdaten später automatisch in die Plattform zurück. Das ergibt einen geschlossenen Kreislauf zwischen Planung, Produktion und Analysen.
Hinzu kommt die deutlich verbesserte Reaktionsfähigkeit der Remote-Service-Hotline Helpline für die technische Unterstützung aus der Ferne, die mit BOBST Connect Insight integriert ist. Über sie lassen sich die meisten technischen Probleme aus der Ferne beheben. Das beschleunigt ihre Lösung und verkürzt so die Ausfallzeiten.
Qualitätskontrolle per Tastendruck
Auch die Qualitätskontrolle hat sich verändert. Das Inline-Qualitätskontrollsystem ACCUCHECK prüft jeden einzelnen Zuschnitt, womit es sicherstellt, dass Verpackungshersteller ausschließlich einwandfreie Faltschachteln an Kunden liefern. Mit dem ACCUCHECK Recipe Management von BOBST Connect lassen sich Rezepturen für die Qualitätskontrolle per PC oder Tablet aus der Ferne erstellen, wobei die KI-gestützte Erkennung von Textfeldern in PDF-Auftragsdateien hilft. Anschließend können die Rezepturen unmittelbar an die ACCUCHECK-Systeme in der Produktion übergeben werden.
„Das ACCUCHECK Recipe Management macht das Einrichten der Qualitätskontrolle in unserer Faltschachtel-Klebemaschine EXPERTFOLD 80 erheblich einfacher“, so Armando Zanini, CEO des auf die Papierverarbeitung spezialisierten Unternehmens Prealpi srl. „Dass wir Auftragsrezepturen jetzt im Voraus und aus der Ferne vorbereiten können, bringt für uns große Vorteile mit sich: Wir sparen Zeit und haben unsere Produktqualität verbessert.“
Das System stellt strukturierte digitale Qualitätsberichte zur Verfügung, die in der Produktion volle Transparenz über jeden einzelnen Auftrag ermöglichen. In der Verpackungsherstellung für Branchen wie die Pharma-, die Kosmetik- und die Lebensmittelindustrie, in denen Premiumqualität und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften gleichermaßen entscheidend sind, bringt das einen erheblichen Wettbewerbsvorteil mit sich.
Darüber hinaus bietet BOBST auch Lösungen für die Integration bereits installierter Maschinen an – einschließlich Maschinen, die bereits seit vielen Jahren oder sogar seit Jahrzehnten zuverlässig produzieren. Hier erlaubt das BOBST Connect Data Kit über alle Maschinenarten hinweg eine standardisierte Anbindung. Das wiederum ermöglicht eine werksübergreifende Datentransparenz.
Hürden überwinden
Wie generell in der digitalen Transformation waren auch hier Herausforderungen zu meistern.
So hatten einige Kunden anfangs Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit und der Nutzung einer Cloud. Doch zertifizierte Cloud-Infrastrukturen und Partnerschaften haben sich als solide und sicher erwiesen. In vielen Fällen übertreffen cloud-basierte Systeme heute sogar die Sicherheitsstandards, die bei älteren lokalen Installationen erreichbar sind.
Eine weitere Hürde war eher kultureller als technischer Natur: Steigen Verpackungshersteller von der manuellen Datenerfassung auf einen automatischen, standardisierten Datenfluss um, müssen sie ihre Prozesse anpassen und ihr Bedienpersonal schulen. So bringt die Einführung dieser Plattform sowohl ein Change-Management als auch technische Veränderungen mit sich.
Was wird die Zukunft mit sich bringen?
BOBST Connect wird kontinuierlich weiterentwickelt und zunehmend zum Rückgrat durchgängig digitaler Arbeitsprozesse.
Bereits wenige Jahre nach der Markteinführung sind die Verbesserungen messbar: höhere Effizienz, verbesserte Nachhaltigkeit, schnellere Services, höhere Qualität und intelligentere Entscheidungen.
In den kommenden fünf Jahren wird der Fokus auf der nahtlosen Integration der Produktionssysteme zu vollständig intelligenten Fabriken liegen. Hochwertige und werksübergreifende Daten werden die Basis für eine KI-gestützte Optimierung, vorausschauende Einblicke und autonome Systeme bilden, die die Entscheidungsfindung unterstützen.
Im nächsten Schritt geht es nicht mehr nur um die Vernetzung von Maschinen. Vielmehr geht es um die Integration der gesamten Wertschöpfungskette – von der Auftragserteilung bis hin zur Auslieferung – zu einem sicheren Gesamtsystem, das alle Informationen bereitstellt, die die Verpackungsindustrie benötigt, um intelligenter, schneller und nachhaltiger als jemals zuvor arbeiten zu können.





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Über BOBST
Wir sind einer der weltweit führenden Lieferanten von Anlagen und Services für die Substratverarbeitung, den Druck und die Weiterverarbeitung in den Bereichen Etiketten, flexible Materialien, Faltschachteln und Wellpappe. Unsere Gruppe hat eine Vision formuliert, wie wir die Zukunft der Verpackungswelt auf Basis der vier Säulen Vernetzung, Digitalisierung, Automatisierung und Nachhaltigkeit gestalten wollen.
Das 1890 von Joseph Bobst in Lausanne, Schweiz, gegründete Unternehmen BOBST ist in mehr als 50 Ländern vertreten, besitzt 21 Produktionsstätten in 12 Ländern und beschäftigt mehr als 6 300 Mitarbeiter auf der ganzen Welt. Das Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr, das am 31. Dezember 2025 endete, einen Umsatz von CHF 1.622 Milliarden.
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